Neu: Barrierefreie Schrift für jeden kostenfrei erhältlich

Aktualisiert: Mai 2

Ob in Briefen, Flyern oder auf Webseiten – Menschen mit Sehbehinderungen und Sehschwächen haben häufig große Mühe, Geschriebenes zu entziffern. Und das liegt nicht nur an manchmal ungünstig ausgewählten Farben von Hintergrund und Schrift. Oder am Bildschirm des Computers. Es muss auch nicht an der Größe der Schrift liegen. Oder an Zeichen- oder Zeilenabständen. Häufig ist es einfach die Schrift selbst, die für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit nicht lesbar ist. Das kann jetzt besser werden! Und zwar mit einer neuen und auch bereits prämierten Schrift: der Atkinson Hyperlegible Font.


Der Name der Schrift klingt etwas sperrig. Er macht aber durchaus Sinn. Denn: J. Robert Atkinson war im Jahre 1919 der Gründer der Universal Braille Press in Los Angeles und damit der Gründer des Braille Institutes in Amerika.


Mit der Atkinson Hyperlegible Font wurde jetzt eine Schrift kreiert, die als komplett barrierefrei gilt. Das heißt zum Beispiel:

  • Die Buchstaben sind gut zu unterscheiden. Zum Beispiel befindet sich in der Zahl Null ein Querstrich. Damit ist sichergestellt, dass man die Null nicht für ein O hält. Ein Vergleich: Zahl 0, Buchstabe O

  • Es gibt keinen großen Kontrast bei den Strichstärken.

  • Der Zeichenabstand ist groß genug.

Vier Schriftarten wurden kreiert: regular, fett, kursiv und kursiv fett. Eine ausreichende Auswahl für alle, die Texte schreiben wollen, die besser gelesen werden können. Das Gute ist: Jeder kann sich die Schrift herunterladen und nutzen.

Es gibt sie kostenfrei auf der Seite des amerikanische Braille-Institutes.

www.brailleinstitute.org

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